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Frankreich weist Irans Atom-Ultimatum zurück

Frankreichs Außenminister Kouchner gibt vor dem Elysee-Palast ein Interview. (Archivbild)
Paris (dpa) - Das vom Iran gesetzte Ultimatum im Atomstreit mit dem Westen wird von der französischen Regierung nicht ernst genommen. Außenminister Bernard Kouchner bezeichnete die Äußerungen aus Teheran vom Wochenende als «jüngste Pirouette» des Regimes.

Der Iran wolle mit dem Westen nicht über Kernenergie reden. «Das ist leider nicht möglich», sagte Kouchner am Montag dem Radiosender RTL. Es sei nicht akzeptabel, dass der Iran nun denjenigen ein Ultimatum stelle, die ihm bei der Urananreicherung helfen wollten.

Teheran hatte dem Westen am Wochenende eine Frist von einem Monat gesetzt, seinen Vorschlag zur Urananreicherung anzunehmen. Andernfalls werde der Iran das für einen Forschungsreaktor benötigte Uran selbst anreichern, zitierte die iranische Presse Außenminister Manuchehr Mottaki.

Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich am Bau der Atombombe zu arbeiten. Die Führung in Teheran hat das stets zurückgewiesen. Der Westen hatte den Iran zuletzt gedrängt, bis Ende 2009 einen Vorschlag über eine Urananreicherung in Frankreich und Russland anzunehmen. Teheran besteht jedoch darauf, dass der Austausch von niedrig gegen höher angereichertes Uran in drei Phasen und auf iranischem Boden erfolgt.

Atom / Frankreich / Iran
04.01.2010 · 11:13 Uhr
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