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Frankreich: Ex-Premier de Villepin wegen Verleumdung angeklagt

Paris (dts) - Frankreichs ehemaliger Premierminister Dominique de Villepin wird wegen Verleumdung vor einem Pariser Strafgericht angeklagt. De Villepin sieht sich als Opfer seines Rivalen Nicolas Sarkozy. Im Vorfeld hatte er die Verhandlung als "politischen Prozess" bezeichnet, zu der er sich nur "wegen der Verbissenheit" des französischen Staatspräsidenten äußern müsse, der auch als Nebenkläger auftritt. De Villepin wird vorgeworfen, gefälschte Kontolisten der luxemburgischen Bank Clearstream über einen Mittelsmann an die Justiz weitergeleitet zu haben, um Sarkozy in den Verdacht von Geldwäsche und Korruption zu bringen. Die Affäre hatte sich im Jahr 2004 ereignet, de Villepin und Sarkozy kämpften zu der Zeit gegeneinander um die Präsidentschaftskandidatur. "Mein Kampf ist kein persönlicher Kampf", so de Villepin, der alle Anschuldigungen von sich weist. "Es ist der Kampf aller, die gegen Ungerechtigkeit und Machtmissbrauch kämpfen". Im Falle einer Verurteilung erwarten de Villepin eine Gefängnisstrafe von fünf Jahren, sowie der Entzug des Wahlrechts. Neben de Villepin haben sich der frühere EADS-Vizechef Jean-Louis Gergorin, der Mathematiker Imad Lahoud, der Journalist Denis Robert und der Bilanzprüfer Florian Bourges vor Gericht zu verantworten. Außerdem wird mehreren Journalisten vorgeworfen, die Affäre vertuscht zu haben. Die Dauer des Prozesses ist auf einen Monat angesetzt.
Frankreich / Clearstream / Prozess
21.09.2009 · 23:34 Uhr
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