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Frankfurt feiert: «Ballzauber» zur WM-Eröffnung

«Ballzauber» am Main: Mehr als 100 000 kamen zur Eröffnungsshow in die Finanz-Metropole. Dort steigt am 17. Juli das WM-Finale.Großansicht

Frankfurt/Main (dpa) - Das Herz des Frauenfußballs schlägt in Frankfurt. Das beansprucht die Stadt am Main für sich. Und da können die Berliner noch so das WM-Eröffnungsspiel feiern: Frankfurt stahl ihnen am Samstagabend schon mal mit einem Multimedia-Spektakel namens «Ballzauber» die Show.

Die WM-Eröffnung weckte Vorfreude auf das Endspiel am 17. Juli in der Finanz-Metropole. Mehr als 100 000 Besucher kamen und Frankfurts WM-Botschafter Karl-Heinz Körbel war wie fast alle begeistert: «Unheimlich emotional und gut! Ich fand das bedeutend besser als bei den Männern», sagte er in Anspielung auf die Skyline-Projektionen von 2006.

Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) meinte: «Die Show ist auf das weibliche Wesen, den weiblichen Fußball abgestimmt.» Trotz Pyrotechnik nicht zu pompös, nicht zu viel Hightech. Mittelpunkt des 30-minütigen Events: eine 14 Meter hohe schwimmende Bühne in Form eines überdimensionalen Fußballs. Als Projektionen richteten Frankfurter Nationalspielerinnen Botschaften aus dem Ball, der sich zur Erdkugel wandelte, an die Fans. «Ihr werdet die Besten der Welt erleben», rief die dreifache Weltfußballerin Birgit Prinz.

Beim Willkommen für die 16 Teilnehmer fuhren Menschen-Pyramiden auf Wasserskiern. Zum Höhepunkt sorgte eine Musicalsängerin auf einem Boot im weißen Flatter-Kleid mit der Fußballhymne «You'll never walk alone» für Gänsehaut-Flair. «Das ist Weltstadt hoch fünf», sagte Schauspielerin Sibylle Nicolai auf der VIP-Tribüne. «Eine Mischung aus Peking und American Show.»

Frankfurt hat wie 2006 einen WM-Etat von 10 Millionen Euro - allein 3,7 Millionen davon fließen in die «Fußballgärten»-Fanmeile und die «Ballzauber»-Show. Laut Veranstalter kamen zwischen 120 000 und 150 000 Menschen. Darunter Sara (11), Torhüterin im U 13-Team des 1. FFC Frankfurt. Ihr Vorbild? «Nadine Angerer natürlich!» Mutter Susanne aufgeregt: «In acht Jahren ist sie selber dabei!». Joachim (55), Zollfahnder aus Frankfurt, hat sich extra vier Wochen Urlaub genommen. Er fiebert genauso mit den Frauen wie mit den Männern. Auch auf der Römerberg-WM-Party der Frauen 2007 war er dabei. Er meinte: «Es gibt keinen Zirkus, keine Aggressivität und keine Hooligans.»

Am Bierstand standen WM-Mitarbeiter des US-Fernsehsenders ESPN. «German beer is good», versicherte Alica (30). Beeindruckt ist die Truppe aus dem Mutterland des Frauenfußballs davon, was Frankfurt auf die Beine stellt. Unweit schwimmen drei 40-Quadratmeter-LED-Wände, auf denen alle 32 WM-Spiele übertragen werden. Und wer wird Weltmeister? Die US-Girls um Stürmerstar Abby Wambach? «No, Germany hat das beste Team», sagt Natasha (30).

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26.06.2011 · 13:42 Uhr
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