News
 

Fragen und Antworten: Was muss ich beachten?

Ansteckungsquelle HustenGroßansicht
Hamburg (dpa) - Die WHO hat die Schweinegrippe zur Pandemie erklärt. Sie gibt damit ihren Mitgliedsländern jedoch nur eine grobe Richtlinie zum Umgang mit der Krankheit vor.

Was bedeutet die Ausrufung zur Pandemie?

Alle Mitgliedsländer der WHO sollen ihre Gesundheitssysteme auf eine intensive Bekämpfung der Grippe umstellen. Auch sollen Impfstoffe verstärkt produziert und gelagert werden. Für Deutschland ändert sich nach Auskunft des Robert Koch-Instituts (RKI) zunächst jedoch nichts Nennenswertes, da es bereits die nun von der WHO geforderten Strukturen und Expertengespräche gebe.

Muss ich jetzt bei Reisen etwas besonderes beachten?

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes hat die generelle Hochstufung keine unmittelbaren Auswirkungen etwa auf die Reisewarnungen des Amtes. Dafür sei weiterhin die jeweilige Situation in einem Land oder einer Region ausschlaggebend. So wird etwa Reisenden in Ländern mit Schweinegrippe bereits empfohlen, sich regelmäßig die Hände zu waschen und Menschenansammlungen zu meiden.

Wie kann man sich anstecken?

Wie jeder Grippeerreger wird auch das neue H1N1-Virus vorwiegend über Tröpfchen weitergegeben, zum Beispiel beim Husten oder Niesen.

Wie erkenne ich die Erkrankung?

Auch die Symptome gleichen der einer normalen Grippe: Typisch sind plötzliches hohes Fieber, schweres Krankheitsgefühl, Husten und Gliederschmerzen. Einige Schweinegrippe-Patienten klagten auch über Schnupfen, Halsschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Was mache ich dann?

Ein Arzt kann die Symptome abklären und die Krankheit gegebenenfalls durch einen Abstrich bestätigen. Ist ein Grippeschnelltest positiv, wird eine zweite Probe entnommen und an das zuständige Landeslabor geschickt, wo der spezielle Erregertyp ermittelt wird.

Wie wird die Schweinegrippe behandelt?

Die Experten gehen davon aus, dass die Grippemedikamente Tamiflu (Wirkstoff Oseltamivir) und Relenza (Wirkstoff Zanamivir) auch gegen Schweinegrippe wirken. Diese Medikamente helfen am besten, wenn sie schon kurz nach Ausbruch der Krankheit genommen werden. Kommt es zu einem heftigeren Verlauf müssen die Erkrankten ins Krankenhaus.

Wie schützt ein Erkrankter seine Mitmenschen?

Erkrankte sollten nach RKI-Ansicht Abstand zu Mitmenschen halten und «hygienisch Husten»: Beim Husten ist «Hand vor den Mund» zwar gut gemeint, aber ungesund für die Mitmenschen. «Husten Sie also lieber nicht in die Hand, sondern in Ihren Ärmel. Dann bleiben Ihre Hände sauber.»

Wie kann man sich selbst schützen?

Eines der wirksamsten Mittel ist Händewaschen, da die Erreger von den Händen leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übergehen und dann in den Körper dringen können. Das RKI rät zum Händewaschen «besonders vor dem Zubereiten von Speisen, vor dem Essen, nach dem Toilettengang oder wenn Sie nach Hause kommen.» Die Seife sollte dabei 20 bis 30 Sekunden auch zwischen den Fingern verrieben werden. «Versuchen Sie darüber hinaus, die Hände möglichst vom Gesicht fernzuhalten.»

Wann gibt es einen Impfstoff?

Die US-Seuchenbehörde CDC rechnet mit einem Impfstoff gegen die neue Grippe im Herbst. Die Entwicklung und Produktion von Impfstoffen soll durch das Ausrufen der Pandemie verstärkt werden.

Gesundheit / Grippe
11.06.2009 · 19:15 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
Es liegen momentan keine neuen Nachrichten vor.
 

 

Weitere Themen