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Fragen & Antworten: Bekämpfung von Ölkatastrophen

Warten auf die ÖlpestGroßansicht
Hamburg (dpa) - Wenn große Mengen Öl ins Wasser gelangen, hat das meist fatale Folgen für die Umwelt. Um den Schaden zu begrenzen, muss schnell gehandelt werden.

Wie ist die Situation im Golf von Mexiko?

Der Ölfilm soll bereits eine Fläche von rund 4600 Quadratkilometern bedecken, ein Gebiet fast doppelt so groß wie das Saarland. Bis zu 160 000 Liter Rohöl sollen derzeit täglich ausströmen. Gelingt es nicht bald, das Ventilsystem in Gang zu bringen, könnte dass Öl noch monatelang ins Meer fließen.

Wer organisiert den Einsatz?

In den USA sind die Küstenwache (Coast Guard) und die nationale Umweltschutzbehörde (Environmental Protection Agency) für den Kampf gegen Ölkatastrophen zuständig.

Wie kann eine Ölpest auf hoher See bekämpft werden?

Ein Ölfilm kann mit mechanischen und chemischen Methoden bekämpft werden. Zu den mechanischen Methoden gehören das Eindämmen mit schwimmenden Sperren und das Abfackeln des Öls. Spezialschiffe und Sauggeräte (Skimmer) können Ölteppiche aufnehmen. Mit Chemikalien kann der Ölteppich zersetzt werden. Die feinen Tröpfchen können dann biologisch besser abgebaut werden. Nach dem Versprühen sogenannter Dispergatoren sehe das Meer nur sauber aus, kritisieren Umweltschützer. Das im Wasser fein verteilte Öl gerate rasch in die Nahrungskette.

Was könnte die Arbeiten behindern?

Ein Sturm kann das Absaugen der Ölmassen verhindern. Wind und Strömung können das Öl über große Flächen verteilen. Schweröl kann als zähe Masse auf den Meeresboden sinken.

Was passiert, wenn der Ölteppich an die Küste treibt?

Von Sandstränden und Felsküsten lässt sich das Öl erheblich leichter entfernen als von Uferregionen mit reichhaltiger Vegetation - wie etwa Mangrovensümpfen. Ein ökologischer Schaden entsteht fast immer. Betroffen sind etwa Seevögel, Fische, Bodenlebewesen und Säugetiere.

Unfälle / USA
30.04.2010 · 23:11 Uhr
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