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Forschung: Stadtleben macht resistent gegen Krankheiten

London (dts) - Stadtbewohner werden offenbar immer resistenter gegen Infektionen als bisher angenommen. Je älter eine Stadt, desto resistenter sind deren Bewohner gegen Infektionen, fanden Wissenschaftler aus England heraus. Die Forscher gehen davon aus, dass durch die erhöhte Anfälligkeit der Städter für Krankheiten, Städte aber auch die Chancen erhöhen, dass im Laufe der Zeit die Nachkommen der Stadtbewohner immer resistenter werden.

Bisherige Studien gingen stets davon aus, dass sich in Städten Krankheiten schneller verbreiten, weil Menschen auf engerem Raum zusammenleben und sich gegenseitig infizieren. "Urbanisierung hat Auswirkungen auf das menschliche Genom", schlussfolgert beispielsweise Ian Barnes, Evolutionsbiologe an der University of London. Barnes und seine Kollegen hatten sich in ihrer Forschung auf die genetische Abweichung konzentriert, die typischerweise mit natürlicher Resistenz gegen Tuberkulose und Lepra in Verbindung gebracht werden. Die Wissenschaftler analysierten DNS-Proben von Bewohnern aus 17 Städten, die unterschiedlich lang existierten. Die Liste der Städte reichte von Çatalhöyük in der Türkei (6.000 v. Chr.) bis Juba im Sudan, dass im 20. Jahrhundert besiedelt wurde. Barnes und sein Team stellten einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Auftreten derartiger Abweichungen und der Dauer urbaner Siedlungen fest.
Großbritannien / Wissenschaft / Gesundheit
24.09.2010 · 16:43 Uhr
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