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Forschung: Entwicklungsländer immer wichtiger für Nahrungsmittelmärkte

Braunschweig (dts) - In den nächsten zehn Jahren werden die Entwicklungsländer die Weltnahrungsmittelmärkte immer stärker beeinflussen, nicht nur als Produzenten, sondern auch als Verbraucher. Zu dieser Einschätzung kommen Experten weltweit führender Forschungsinstitutionen auf der "World Outlook Conference", die derzeit am Johann Heinrich von Thünen-Institut in Braunschweig stattfindet. Ursachen für diese Entwicklung sind das stete Wachstum der Bevölkerung sowie das erwartete starke Wirtschaftswachstum in vielen dieser Regionen.

Das dadurch steigende Einkommen führt in diesen Ländern besonders zu einem erhöhten Fleischkonsum. Auch wenn es in den nächsten Jahren möglich sein wird, genügend Nahrungsmittel für die Ernährung der Weltbevölkerung zu produzieren, lässt sich das Hungerproblem allein dadurch nicht lösen. Denn Hunger ist vor allem ein Armuts- und Verteilungsproblem. Trotz Bevölkerungswachstum ist die pro Kopf verfügbare Nahrungsmenge in den letzten Jahren um rund 0,5 Prozent jährlich gestiegen. In den nächsten Jahren wird dieser Zuwachs allerdings zurückgehen. Zusätzlich erwarten die Experten, dass die Reserven zum Ausgleich von Versorgungsengpässen absinken werden. Für Unsicherheiten in der Prognose sorgt auch die zunehmende Verwendung von Nahrungsrohstoffen für die Produktion von Bioenergie.
DEU / Weltpolitik / Nahrungsmittel / Wissenschaft
16.05.2011 · 18:41 Uhr
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