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Forscher: Weniger Asche in der Wolke als 2010

Vulkan Grimsvötn in Island: Die Aschewolke hat inzwischen Deutschland erreicht - bei mehr als zwei Milligramm Asche pro Kubikmeter Luft darf nicht mehr geflogen werden.Großansicht

Jülich (dpa) - Die Vulkanasche in der Wolke aus Island ist nach aktuellen Messungen weniger konzentriert als nach dem Ausbruch vom vergangenen Jahr. Das teilte der Physiker Cornelius Schiller vom Forschungszentrum Jülich mit.

«Man kann im Vergleich zu den Bildern, die wir im letzten Jahr gemacht haben, ablesen, dass die Konzentrationen nicht so hoch sind», sagte Schiller nach Messungen mit dem Lasersystem LIDAR in Schleswig-Holstein. Wie viel schwächer die Wolke sei, könne er noch nicht sagen. «Da müssen wir genauer in die Daten reingucken», sagte Schiller.

In Deutschland darf bei mehr als zwei Milligramm Asche pro Kubikmeter Luft nicht mehr geflogen werden - es sei denn, Triebwerk- und Flugzeughersteller halten einen störungsfreien Betrieb für möglich. In Deutschland kam es zu Behinderungen im Flugverkehr.

Die Aschewolke sei relativ niedrig, sagte Schiller. Die Forscher hätten sie zunächst in sechs Kilometer Höhe gesehen. «Heute Morgen war sie nur noch bei drei Kilometern», sagte Schiller. Das sei ein meteorologisches Phänomen. Außerdem sänken die Teilchen aufgrund der Schwerkraft ab. «Das heißt, wir werden im Laufe der Zeit die Aschepartikel in niedrigeren Höhen vorfinden», sagte der Physiker.

Die Jülicher Forscher messen die Wolke mit dem Lasersystem LIDAR. Das System schickt einen Laserstrahl in den Himmel und analysiert den Anteil des aus der Atmosphäre zurück gestreuten Lichts.

Vulkane / Luftverkehr / Island
25.05.2011 · 16:21 Uhr
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