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Forscher: Gesellschaft muss arme Kinder mehr fördern

Politikwissenschaftler Butterwegge verlangt eine bessere finanzielle Ausstattung der Familien. Foto: Wolfgang Schmidt/Archiv

Dortmund/Köln (dpa) - Der Kölner Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge hat eine verstärkte Förderung für arme Kinder in Deutschland gefordert.

1,62 Millionen Kinder unter 15 Jahren lebten auf Sozialhilfe-Niveau in sogenannten Hartz-IV-Haushalten, sagte der Armutsforscher der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Bei etwa 10,5 Millionen Kindern insgesamt in dieser Altersgruppe sei das eine erschreckend hohe Zahl.

«Wenn eine Gesellschaft so reich ist wie unsere, hat sie die Verpflichtung, allen ihren Mitgliedern, besonders den jüngsten, optimale Entwicklungs- und Entfaltungsmöglichkeiten zu eröffnen. Dazu gehören materielle Ressourcen, die nicht zuletzt nötig sind, um kulturelle Angebote nutzen zu können», sagte Butterwegge.

Arm zu sein bedeute mehr als nur wenig Geld zu haben. Armut bedeute für Kinder und Jugendliche, nicht teilzuhaben am gesellschaftlichen Leben, nicht an Sport- und Kulturveranstaltungen teilnehmen zu können und die Freizeitaktivitäten einschränken zu müssen. Butterwegge verlangte eine bessere finanzielle Ausstattung der Familien und eine Verstärkung von kulturellen Angeboten, etwa Vorlesen für Kinder.

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Soziales / Gesellschaft
02.11.2013 · 12:19 Uhr
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