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Forsa: SPD kann bis zur Bundestagswahl aufholen

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Leinfelden-Echterdingen (dpa) - Die SPD kann nach Ansicht von Forsa-Chef Manfred Güllner bis zur Bundestagswahl aus ihrem Umfragetief herauskommen. Die Sozialdemokraten verfügten noch über einige Reserven; viele der bislang unentschlossenen Bürger seien potenzielle SPD-Wähler.

Das sagte der Geschäftsführer des Berliner Meinungsforschungsinstituts am Dienstagabend in Leinfelden-Echterdingen (Baden-Württemberg). Gelinge es der SPD, dieses Reservoir zu mobilisieren, könne die Partei bis zum 27. September um 5 bis 6 Prozentpunkte auf bis zu 28 Prozent der Stimmen zulegen. Dies könnte möglicherweise reichen, um eine schwarz-gelbe Mehrheit zu verhindern. Union und FDP hätten ihr Potenzial weitgehend ausgeschöpft, sagte Güllner.

Gut einen Monat vor der Bundestagswahl ist nach der wöchentlichen Umfrage des Magazins «Stern» und des Fernsehsenders RTL von einer Aufholjagd der SPD bisher nichts zu sehen. Bereits in der zweiten Woche verharrt die SPD nach der Forsa-Erhebung bei 22 Prozent. Die Union liegt mit 37 Prozent weiter unangefochten vorn.

Auch die Werte für FDP (13 Prozent) und Grüne (12 Prozent) änderten sich im «Stern- RTL-Wahltrend» nicht. Die Linke fiel um einen Punkt auf 10 Prozent. Für sonstige Parteien würden sich 6 Prozent (+ 1) der Wähler entscheiden Gemeinsam hätte Schwarz-Gelb damit eine Mehrheit von 50 Prozent, SPD, Linke und Grüne kommen zusammen auf 44 Prozent.

Wie seine Partei kommt auch SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier nicht aus dem Umfragetief: Nur 18 Prozent (- 2) der Deutschen würden ihn der Umfrage zufolge direkt zum Kanzler wählen. Weiterhin wollen aber 56 Prozent der Bürger, dass Angela Merkel (CDU) im Amt bleibt.

Ein Grund für die anhaltend schlechten SPD-Werte könnte dem Bericht zufolge die sogenannte Dienstwagenaffäre von Gesundheitsministerin Ulla Schmidt sein. Mehr als jeder fünfte Wähler (22 Prozent) bejaht die Frage, ob die Affäre Einfluss auf seine Wahlentscheidung habe. Unter den SPD-Anhängern liegt der Anteil bei 12 Prozent.

Bei den Jungwählern unter 30 Jahren könnte es eine relativ niedrige Wahlbeteiligung geben. Nur 59 Prozent gaben an, sie wollten «ganz sicher» am 27. September zur Wahl gehen. 19 Prozent wollen dies «eher nicht». 22 Prozent sind noch nicht entschieden. Die jungen Wähler erwarten von der Politik vor allem, dass sie sich um Arbeitsplätze, Bildung und Kinder kümmert.

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Wolfgang Bosbach (CDU), forderte unterdessen die Union auf, sich im Wahlkampf für ein gutes Ergebnis anzustrengen. «Unser Ziel muss es sein, deutlich besser abzuschneiden als 2005», sagte er der in Halle erscheinenden «Mitteldeutschen Zeitung». «Unser Ziel kann es nicht sein, mit hängender Zunge über die Ziellinie zu kommen.» 2005 errang die Union 35,2 und die FDP 9,8 Prozent.

Parteien / Umfragen
26.08.2009 · 12:07 Uhr
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