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Forsa-Chef: "Rot-Rot-Grün würde Sozialdemokratie schädigen"

Düsseldorf (dts) - Forsa-Chef Manfred Güllner hat die SPD-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft vor der Bildung einer rot-rot-grünen Koalition in Nordrhein-Westfalen gewarnt. "Die Wähler hätten wieder das Gefühl: Hier ist eine Frau auf dem Ego-Trip. Denn auch die SPD-Anhänger wollen kein Linksbündnis. Würde es Kraft trotzdem machen, würde sie die Sozialdemokratie nachhaltig schädigen", sagte der Chef des Forsa-Instituts im Interview mit dem Onlinemagazin des "Sterns". Ohnehin seien Krafts Ambitionen auf die Staatskanzlei fragwürdig. "Die SPD hat nur 20 von 100 Wahlberechtigten mobilisieren können - das sind die Treuesten der Treuen, mehr nicht", sagte Güllner. "Wenn Kraft nun auf dieser dürren Zahlengrundlage einen Anspruch auf das Amt der Ministerpräsidentin formulieren will, ist das nicht durch den Wählerwillen gedeckt." Die schweren Verluste der NRW-CDU und ihres Chefs Jürgen Rüttgers erklärt Güllner mit der Sponsoring-Affäre und der Griechenlandkrise: "Das hat besonders bei älteren CDU-Wählern, die sich noch an die Währungsreform erinnern können, Ängste ausgelöst - und sie zum Teil in die Wahlenthaltung getrieben." Die NRW-FDP habe im Wahlkampf insbesondere unter ihrem Bundesvorsitzenden Guido Westerwelle gelitten. Vor allem dessen Steuersenkungspläne seien nicht gut angekommen. "Dass Westerwelle daran festhält, auch nach der Steuerschätzung, empfinden die Wähler als störrisch. Die Reaktion war auch hier partielle Wahlenthaltung."
10.05.2010 · 15:47 Uhr
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