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Flugunfälle am häufigsten bei Landung oder Start

Wrack der polnischen PräsidentenmaschineGroßansicht
Hamburg (dpa) - Die Landung ist die riskanteste Phase eines Fluges. Untersuchungen der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) zufolge ereignen sich fast die Hälfte aller Unfälle bei der Landung oder in der letzten Phase des Landeanflugs.

Diese Flugphasen machen zusammen nur etwa fünf Prozent der gesamten Flugzeit aus. Während des Fluges passieren Unfälle eher selten.

Erst am 15. Mai war ein Airbus A330-200 der libyschen Gesellschaft Afriqiyah Airways beim Landeanflug auf Tripolis abgestürzt und in Flammen aufgegangen. 103 Menschen kamen ums Leben, nur ein neunjähriger Junge überlebte. Am 10. April stürzte beim Landeanflug auf die russische Stadt Smolensk eine Tupolew TU-154 in dichtem Nebel ab - unter den 96 Todesopfern war auch Polens Präsident Lech Kaczynski. Im Jahr zuvor verunglückten nach Angaben von Sicherheitsexperten weltweit vier Flugzeuge beim Landen.

In der Startphase ist das Unfallrisiko anscheinend deutlich geringer als zum Ende eines Fluges. Nach ICAO-Angaben geschehen beim Start etwa halb so viele Unglücke wie bei der Landung - drei waren es im Jahr 2009. Im August 2008 war eine MD-82 der spanischen Gesellschaft Spanair direkt nach dem Start auf dem Madrider Flughafen zerschellt. Nach einem vorläufigen Expertenbericht sollen die Piloten vergessen haben, die Vorflügel und Landeklappen auszufahren, die dem Flugzeug beim Start Auftrieb geben. 154 Menschen kamen ums Leben.

Aviation Safety Network: http://dpaq.de/Wi1ip

ICAO: http://dpaq.de/kurmK

Luftverkehr / Unfälle / Indien
22.05.2010 · 21:33 Uhr
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