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Flug-Forscher weisen Vulkanasche-Wolke nach

Berlin (dpa) - Vulkanasche-Wolken in unterschiedlicher Ausdehnung und Konzentration haben die Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt bei ihrem Forschungsflug am Montag nachgewiesen. Das zeigt der elfseitige Bericht des DLR, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt.

So ermittelten die Wissenschaftler auf ihrem Rundflug vom bayerischen Oberpfaffenhofen über Leipzig, Hamburg, Aachen, Stuttgart und zurück bestimmte Partikelkonzentrationen in der Luft. Allerdings nennt der Bericht keine Vergleichswerte, die eindeutig die Risiken und Fluggefahren beschreiben könnten.

So wurde vier Kilometer über Leipzig eine Konzentration der Asche in der Vulkanwolke mit 60 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen. Insgesamt seien die Vulkanschichten bräunlich und enthielten größere Partikel «vergleichbar mit Sahara-Staubwolken». Die vertikale und horizontale Verteilung der vulkanischen Luftschichten schwankten, so der Bericht. Ältere vulkanische Emissionen wurden im südlichen und mittleren Deutschland gemessen. Auch bestätigte sich, dass es keine Schäden am Flugzeug gab - weder am Triebwerk noch an den Fenstern: «Diese Inspektionen werden fortgesetzt. Silberfolien unter den Flügeln zeigten keine sichtbaren Einschläge von der Vulkan-Asche».

Die Wissenschaftler des DLR mahnten in ihrem Bericht zur Vorsicht im Umgang mit bestimmten Ergebnissen des Forschungsfluges. «Die Daten hier müssen wegen möglicher systematischer Fehler mit Sorgfalt genutzt werden», heißt es am Ende des Berichts. Weder das DLR noch das ihm vorgesetzte Bundesverkehrsministerium wollten am Dienstag zu dem Bericht Stellung nehmen.

Vulkane / Luftverkehr / Island
20.04.2010 · 22:37 Uhr
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