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Flüchtlingsdrama vor der Küste Indonesiens

Zwei Überlebende der Katastrophe weinen um die Opfer. Foto: Fully HandokoGroßansicht

Jakarta (dpa) - Nach dem Untergang eines völlig überladenen Flüchtlingsboots in einem Sturm vor Indonesien haben Rettungstrupps am Dienstag die Suche nach möglichen Überlebenden fortgesetzt.

Von den vermutlich 250 Menschen an Bord des Boots, das am Samstag vor Ostjava gesunken war, wurden bis Montag 49 gerettet. «Wir hoffen immer noch, dass wir weitere Überlebende finden», sagte ein Sprecher der Küstenwache. Die Aussichten auf Erfolg galten jedoch als äußerst gering.

Das für 100 Insassen zugelassene Boot war am Samstag rund 60 Kilometer vor der Küste von Prigi in Ostjava gesunken. Die See vor Ostjava war rau, das Meer wimmelte vor Haien, und nach Angaben von Überlebenden waren nicht genug Schwimmwesten an Bord. Das Schiff sollte die Menschen, die überwiegend aus Afghanistan, Pakistan und dem Iran stammten, nach Australien bringen.

Flüchtlinge aus den Nahen Osten versuchen oft, über Indonesien nach Australien zu gelangen. Sie können ohne Visum nach Malaysia und von dort problemlos nach Indonesien reisen. Schlepper verlangen für die Passage nach Australien umgerechnet rund 2000 Euro pro Person.

Migration / Schifffahrt / Unfälle / Indonesien
20.12.2011 · 07:26 Uhr
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