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Flüchtlingsdrama: Angeblich 100 Tote über Bord geworfen

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Lampedusa (dpa) - Im Mittelmeer hat sich möglicherweise ein weiteres Flüchtlingsdrama ereignet. Insassen eines Bootes, die am Donnerstag vor der Insel Lampedusa von der italienischen Küstenwache gerettet wurden, berichteten von mehreren Dutzend Toten.

Die Leichen seien während der Überfahrt aus Libyen über Bord geworfen worden. Ein Flüchtling sprach italienischen Medienberichten zufolge sogar von etwa 100 Toten. Die Menschen - überwiegend Frauen - seien an Hunger und Entkräftung gestorben. Die italienischen Behörden kündigten eine Untersuchung an.

An Bord des Flüchtlingsschiffes, das am vergangenen Freitag im Bürgerkriegsland Libyen aufgebrochen sein soll, befanden sich rund 300 Menschen. Erst am vergangenen Montag hatten die Italiener unter Deck eines in Lampedusa angekommenen Bootes aus Libyen 25 Leichen junger Männer gefunden, die dort offensichtlich erstickt waren.

Migration / Italien / Libyen
04.08.2011 · 22:13 Uhr
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