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Flüchtlingsansturm: Rom will mehr Soldaten und Geld

Roberto MaroniGroßansicht

Rom (dpa) - Italien will mehr Militär einsetzen und verlangt Geld aus Brüssel, um den Flüchtlingsansturm aus Tunesien bewältigen zu können. Die Regierung in Rom sei gebeten, 200 zusätzliche Soldaten zur Kontrolle der Auffanglager abzukommandieren.

Das sagte Innenminister Roberto Maroni am Montagabend in Rom. Von der Brüsseler EU-Kommission verlange Italien in einem formellen Brief 100 Millionen Euro, um dem Notstand begegnen zu können, erläuterte Maroni.

Seit Mitte Januar seien knapp 5300 tunesische Flüchtlinge in Italien angekommen. Etwa die Hälfte von ihnen wurden inzwischen von der kleinen Insel Lampedusa auf andere Lager in Italien verteilt.

Unter den tunesischen Flüchtlingen seien auch einige geflohene Gefangene, die während der Unruhen in Tunesien entkommen konnten, so der Minister der ausländerfeindlichen Lega Nord. Zu befürchten sei, dass noch Zehntausende Menschen aus Tunesien fliehen wollten, so dass es in einem Jahr hochgerechnet 80 000 Ankömmlinge geben könne.

Allerdings war der Zustrom am Montag praktisch versiegt - möglicherweise eine Folge der stärkeren Kontrolle der Küsten Tunesiens. Rom vertritt die Auffassung, dass es eine gesamteuropäische und nicht nur eine italienische Sache sei, eine Lösung zu finden.

Migration / Tunesien / Italien
14.02.2011 · 23:02 Uhr
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