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Flüchtlinge: Frontex unterstützt Griechenland

Griechenland bittet EU um Hilfe bei illegalen ImmigrantenGroßansicht

Athen/Warschau (dpa) - Griechenland bekommt in den nächsten Tagen Unterstützung bei der Bewältigung des wachsenden Flüchtlingszustroms: Nach dem Hilferuf aus Athen will die EU-Agentur Frontex bis Ende November 175 Grenzschützer an die türkische Landesgrenze schicken.

Wie Frontex am Freitagabend mitteilte, sollen Beamte und Material aus Deutschland, Rumänien, Österreich, Bulgarien, Ungarn, der Slowakei, und Dänemark in den Mittelmeerstaat geschickt werden. Griechischen Medienberichten zufolge sollen die ersten Grenzschützer bereits Anfang November eintreffen.

Griechenland wird mit dem wachsenden Strom illegaler Flüchtlinge über die türkische Grenze nicht mehr fertig und hatte deshalb vor einigen Tagen Einsatzkräfte der EU-Grenzschutzagentur angefordert. Die Lage ist EU-Angaben zufolge alarmierend. Mehr als 80 Prozent der illegalen Einwanderer in die Europäische Union reisen demnach inzwischen über Griechenland ein, das Land ist mit dem Ansturm hoffnungslos überfordert.

Das Bundesverfassungsgericht prüft derzeit, ob Deutschland Asylbewerber weiterhin dorthin zurückschicken kann, obwohl sie in dem Mittelmeerstaat kein ordentliches Asylverfahren erwarten können. Anlass ist die Beschwerde eines Irakers, der über Griechenland nach Deutschland eingereist war und Asyl beantragt hatte. Dies wurde abgelehnt, weil Griechenland als sicherer Drittstaat gilt und deshalb eigentlich dort der Antrag gestellt werden muss.

EU / Flüchtlinge / Griechenland
30.10.2010 · 11:11 Uhr
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