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Fliegen denken beim Fliegen mehr

Kalifornien (dts) - Fruchtfliegen beschäftigen ihr Gehirn beim Fliegen mehr als "am Boden". Das ist das Ergebnis einer Messung der Gehirnaktivität von Fruchtfliegen während des Fliegens, die von der Technischen Hochschule von Kalifornien durchgeführt wurde. Die Forscher hatten mit Elektroden die Gehirnaktivität der winzigen Insekten bei ihrem Flugbeginn gemessen. Wenn die Fliegen abheben, bewegen sich ihre Neuronen in der visuellen Region des Gehirns besonders stark. "Unsere Untersuchung an der Drosophila-Fruchtfliege ist besonders interessant, weil sich die sensorischen Neuronen bei vielen Arten abhängig von dem Verhalten des Lebewesens verändern", sagte Forscherin Gaby Maimon. Bislang sei aber noch nicht klar, warum diese Veränderungen auftreten. Frühere Untersuchungen hatten die Gehirnaktivität von Fliegen nur kurz nach dem Tod gemessen. "Die Herausforderung bestand darin, dass wir das Gehirn untersuchen, ohne die Fähigkeiten der Fliegen zu verletzen", sagte der Forscher Michael Dickinson. Der Kopf der Fliege wurde dazu festgehalten und das Insekt konnte seine Flügelpaare frei bewegen. Dann wurde die Oberhaut vom Fliegenkopf abgetrennt und die Elektroden direkt auf der visuellen Region des Gehirns platziert. Das Gehirn einer Fliege besteht aus 300.000 Gehirnzellen, das eines Menschen hat ungefähr 100 Milliarden Neuronen.
USA / Wissenschaft / Tiere
17.02.2010 · 19:06 Uhr
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