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Flexstrom lädt Tarifportale und Stromdiscounter zum "Transparenzgipfel"

Berlin (dts) - Der in Berlin ansässige Strom- und Gas-Discounter Flexstrom will unabhängige Energieanbieter und Vertreter der führenden Online-Tarifportale zu einem "Transparenzgipfel" einladen, um die Glaubwürdigkeit von Strompreisvergleichen im Internet zu erhöhen. Das berichtet die Tageszeitung "Die Welt" (Donnerstagausgabe). Nach den Presseberichten über Provisionszahlungen des inzwischen insolventen Anbieters Teldafax an das Preisportal Verivox sehe man "die Branche der Tarifportale und die Discountanbieter einem Generalverdacht ausgesetzt", heißt es in dem Einladungsschreiben von Flexstrom-Chef Robert Mundt, das in den kommenden Tagen verschickt werden soll.

"Aus unserer Sicht als FlexStrom gilt es, diesem Generalverdacht entschlossen entgegenzutreten und mehr Transparenz für den Verbraucher zu schaffen." Am Mittwoch kommender Woche sollten deshalb "Vertreter der liberalisierungsfreundlichen Energiewirtschaft und der Preisvergleichsportale abstimmen, wie wir konkret dieses wichtige Thema des Verbraucherschutzes angehen." Eingeladen werden "alle unabhängigen Energieanbieter", zudem der Bundesverband Neuer Energieanbieter (BNE) sowie die Internet-Vergleichsportale Verivox, toptarif, check24, preisvergleich.de und idealo. Auf welche Weise das Vertrauen in die Aussagekraft der Online-Preisvergleiche gestärkt werden könnte, ist vorerst noch offen. In Branchenkreisen wird bereits diskutiert, in Zukunft die Provisionszahlungen offen zu legen, die Internet-Portale für die Vermittlung von Energielieferanten erhalten. Auch einheitliche Provisionen für alle Unternehmen seien denkbar. Diese Forderung hatte auch Verbraucherschützer immer wieder erhoben. "Preisportale sollen für Transparenz sorgen, sind aber selbst nicht transparent - das ist das Grundproblem, das die Branche lösen muss", sagte Holger Krawinkel, Energieexperte des Verbraucherzentrale Bundesverbands der "Welt". Deshalb fordern Verbraucherschützer aber auch noch mehr, als nur die Offenlegung der Finanzierungsstrukturen. "Wir kritisieren, dass bei den Tarifrechnern in der Regel Tarife mit Vorauskasse, Boni und Kaution voreingestellt sind - und so die Verbraucher gezielt zu den in Sachen Service und Seriosität eher problematischen Angeboten hingeleitet werden", sagt Peter Blenkers, Energieexperte der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im Gespräch mit der Zeitung.
DEU / Energie / Unternehmen
21.09.2011 · 17:58 Uhr
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