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«Fish'n'Chips»: Nationalgericht aus dem Ausland

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London (dpa) - Das Gericht ist zum guten Teil am schlechten Ruf der Küche von der Insel schuld - dabei ist «Fish'n'Chips» eigentlich ein Mitbringsel von Einwanderern aus dem Ausland. Dass das kulinarische «Traumpaar» überhaupt zusammenfand, ist zudem nicht selbstverständlich.

Ihr erstes Rendezvous hatten Fisch und Kartoffelstäbchen wohl vor gut 150 Jahren. Wo das war, darüber streiten Norden und Süden des Königreichs. Als Begleitung jüdischer Einwanderer verschlug es den frittierten Fisch Ende des 17. Jahrhunderts in den Süden Englands. Es dauerte aber noch Jahrzehnte, bis er die Liaison mit den Pommes Frites einging. Die waren im 18. Jahrhundert in Frankreich erstmals auf den Tisch gekommen. Weil sie so billig und sättigend waren, fanden sie in den Industriestädten im Norden Englands reißenden Absatz.

In eine Zeitung gewickelt und mit Essig getränkt wurden «Fish'n'Chips» ein Verkaufsschlager. Trotz der Konkurrenz durch Döner oder Burger ist die fettreiche Kombi, die gut 1000 Kalorien pro Portion hat, nach wie vor die Nummer eins unter dem Fast Food Großbritanniens. 2010 wurden 300 Millionen Portionen verkauft. Mehr als 11 500 «Fish'n'Chips»-Läden gibt es im Königreich. Mittlerweile servieren viele Restaurants auch Edelvarianten des Gerichts.

Olympia / London / Buntes
27.07.2012 · 10:01 Uhr
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