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Finnlands neuer Präsident wohl erst in Stichwahl

Sauli NiinistöGroßansicht

Helsinki (dpa) - Bei der Wahl eines neuen Präsidenten in Finnland zeichnet sich eine Stichwahl des konservativen Ex-Finanzministers Sauli Niinistö mit dem Zweitplatzierten ab.

Niinistö lag in den letzten Umfragen vor der Direktwahl mit etwa 30 Prozent weit vor den sieben anderen Kandidaten. Der 63-Jährige war dabei aber auch klar von der für einen Sieg nötigen absoluten Mehrheit entfernt. Die endgültige Entscheidung soll im zweiten Wahlgang in zwei Wochen (5. Februar) fallen.

Die besten Aussichten auf den zweiten Platz wurden in Helsinki dem Kandidaten der Grünen, Ex-Umweltminister Pekka Haavisto (53), sowie dem liberalen Ex-Außenminister Paavo Väyrynen (65) eingeräumt. Beide lagen mit jeweils 11 bis 13 Prozent bei Umfragen fast gleichauf. Mit sechs Prozent als chancenlos galt der rechtspopulistische EU-Kritiker Timo Soini (49), der mit seiner Partei Wahre Finnen bei den letzten Reichstagswahlen fast 20 Prozent der Stimmen erobert hatte.

Gut ein Drittel der 4,4 Millionen stimmberechtigten Finnen hatte schon vorab per Brief abgestimmt. Wahlbeobachter rechneten am Sonntag nach Angaben im Rundfunksender YLE mit einer Beteiligung von knapp 75 Prozent. Bei der Wiederwahl der bisherigen Präsidentin Tarja Halonen (68) für die sechsjährige Amtszeit ab 2006 hatten 77,2 Prozent von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht.

Die Sozialdemokratin schlug Niinistö damals im zweiten Wahlgang. Sie konnte nach der finnischen Verfassung nicht für eine dritte Amtszeit kandidieren. Das früher in Finnland einflussreiche Präsidentamt ist durch eine Verfassungsreform 1999 auf weitgehend repräsentative Aufgaben eingeschränkt worden.

Wahlen / Präsident / Finnland
22.01.2012 · 13:02 Uhr
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