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Finanzwissenschaftler befürchtet AAA-Verlust für Deutschland

Berlin (dts) - Trotz des derzeit positiven Ausblicks für Deutschland rechnet der Finanzwissenschaftler Stefan Homburg mittelfristig mit einer Herabstufung des Landes durch Ratingagenturen. Der "Bild-Zeitung" (Dienstagausgabe) sagte Homburg: "Auch das AAA-Rating für Deutschland wackelt. Gerät Europa in die Rezession, droht uns ebenfalls die Herabstufung."

Homburg reagierte damit auf die jüngste Bewertung von Standard & Poor`s (S&P). Die US-Ratingagentur hatte ihr AAA-Rating für Deutschland Ende vergangener Woche beibehalten und den Ausblick von "negativ" auf "stabil" geändert. Homburg erklärte, S&P betrachte lediglich einen Zeitraum von drei Monaten. Zugleich wies der Wissenschaftler Spekulationen zurück, S&P könne die Herabstufung mehrerer Euro-Staaten auf Druck der US-Regierung durchgeführt haben. "Das ist abwegig. Ratingagenturen müssen sich am Markt behaupten und haben deshalb kein Interesse an politischen Spielchen", sagte er der Zeitung. Ähnlich äußerte sich das neue Mitglied im EZB-Direktorium, Jörg Asmussen gegenüber der Zeitung: "Dieser Gedanke geht in Richtung einer Verschwörungstheorie und davon halte ich nichts. Im Übrigen lassen sich solche Vermutungen schon leicht durch den Hinweis entkräften, dass die USA selbst im vergangenen Jahr von einer amerikanischen Ratingagentur herabgestuft wurde."
DEU / Wirtschaftskrise / Weltpolitik / Finanzindustrie
17.01.2012 · 00:08 Uhr
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