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Finanzloch des Bundes im 1. Halbjahr verdoppelt

Das Finanzloch im Bundeshaushalt hat sich im ersten Halbjahr 2010 mehr als verdoppelt.Großansicht

Wiesbaden (dpa) - Die Wirtschaftskrise hat das Finanzloch im Bundeshaushalt im ersten Halbjahr 2010 mehr als verdoppelt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag berichtete, lag das Finanzierungsdefizit bei 32,9 Milliarden Euro.

Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum hatte die Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben noch 14,7 Milliarden Euro betragen. Hauptgrund für die Steigerung waren die Kosten für das Kurzarbeitergeld. Nicht enthalten sind im Finanzierungsdefizit die in Extrahaushalten ausgewiesenen Sonderbelastungen für die Stützung der Banken und des Finanzmarkts. Diese Daten werde Ende September veröffentlicht.

Der Bund hat im ersten Halbjahr 170,2 Milliarden Euro ausgegeben - 18,5 Milliarden Euro oder 12,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Einnahmen lagen bei 137,3 Milliarden Euro praktisch auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2009. Auch der höhere Bundeszuschuss für den Gesundheitsfonds nach der Senkung des allgemeinen Beitragssatzes zur gesetzlichen Krankenversicherung zum 1. Juli 2009 habe die Lücke zwischen Ausgaben und Einnahmen vergrößert, hieß es.

Anders als beim Bund ist dagegen das Finanzierungsdefizit bei den Ländern zurückgegangen. Es lag im ersten Halbjahr bei 11,2 Milliarden Euro - und fiel damit um 4,2 Milliarden Euro geringer aus als im Vorjahreszeitraum. Während die Einnahmen der Länder mit 128,6 Milliarden praktisch gleichblieben, gingen die Ausgaben um vier Milliarden auf 139,8 Milliarden Euro zurück. Dafür sind jedoch nach Angaben des Bundesamtes Sondereinflüsse verantwortlich. Im Vorjahr hatte der Haushalt von Bayern wegen der Krise der Bayerischen Landesbank hohe Kapitalzuführungen enthalten.

Pressemitteilung

Haushalt / Finanzen
10.09.2010 · 11:56 Uhr
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