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Finanzkrise kostet jeden Bürger 3000 Euro

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Berlin (dpa) - Die durch die Finanzkrise ausgelöste schwere Rezession wird Deutschland nach Experten-Einschätzung bis Ende kommenden Jahres rund eine Viertel Billion Euro an Wohlstandsverlusten kosten.

Je Bundesbürger wäre das ein Schaden von etwa 3000 Euro, hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) für den Berliner «Tagesspiegel» geschätzt. «Der Abschwung war außergewöhnlich scharf, ohne die Finanzkrise wäre es bei weitem nicht so schlimm gekommen», sagte DIW-Konjunkturexperte Stefan Kooths der Zeitung.

Das DIW erwartet, dass die deutsche Wirtschaft frühestens 2011 wieder auf einem ähnlichen Niveau produzieren wird wie vor der Krise. «Wenn bis Ende 2011 die schlimmsten Einbußen wettgemacht sein sollen, braucht es dafür zwischenzeitlich kräftige Wachstumsraten. Die Antriebskräfte für diese Aufholjagd müssten vor allem aus dem Ausland kommen. Ob sich die Weltwirtschaft schnell genug erholt, ist aber noch keineswegs sicher», sagte Kooths. Er warnte den Bund davor, zu früh mit der Haushaltskonsolidierung zu beginnen. «Damit würde er das Wachstum erneut schwächen - dann gäbe es zusätzliche Einkommensverluste, und die Krise käme uns noch teurer zu stehen.»

Konjunktur / Finanzen
11.09.2009 · 18:24 Uhr
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