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Filmreifer Überfall auf schwedisches Gelddepot

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Stockholm (dpa) - Sie klauten einen Hubschrauber, zündeten Sprengsätze und verschwanden dann mit einer noch unbekannten Menge Bargeld: Wie in einem Kinofilm haben Unbekannte am frühen Mittwochmorgen in Stockholm das Bargelddepot eines schwedischen Sicherheitsunternehmens ausgeraubt.

Zeugen zufolge hatten sich zwei oder drei Männer aus dem Helikopter abgeseilt, ein Dachfenster durchstoßen und dann im Inneren des Gebäudes mehrere Sprengsätze explodieren lassen. Rund 20 Minuten später hievten sie sich beladen mit Geldsäcken wieder in das Fluggerät, das die Szene verließ. Wie viel Geld gestohlen wurde, ist nach Angaben des Unternehmens noch unklar. Mitarbeiter seien nicht verletzt worden.

Es sei «wie ein Action-Film» gewesen, sagte eine Augenzeugin, die vom Rotorenlärm aufgewacht war. Der wohlgeplante Überfall lässt auf erfahrene Täter schließen. Nicht nur, dass sie einen Hubschrauber geklaut, einen Piloten gefunden und sich Zugang zu Sprengsätzen und Waffen verschafft hatten. Sie hatten die Polizei auch durch spitze Metalldornen auf der Straße ferngehalten und die Polizeihubschrauber durch eine vermeintliche Bombe am Hangar blockiert. So konnten die Polizisten nicht viel mehr tun, als den Tatort später zu untersuchen und die Mitarbeiter des bestohlenen Sicherheitsunternehmens zu befragen. «Die Räuber haben eine Menge Spuren am Tatort und im Helikopter hinterlassen», sagte der Polizist Anders Bjargard.

Der Tat-Hubschrauber war wenige Stunden nach dem Überfall in einem Waldstück nördlich von Stockholm gefunden worden. Von Tätern und Geld gibt es bislang keine Spur. Das bestohlene Unternehmen hat inzwischen eine Belohnung für Hinweise ausgesetzt, die zum Geld und zur Festnahme der Räuber führen.

Kriminalität / Schweden
23.09.2009 · 15:45 Uhr
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