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Fidel Castro: Bin nicht mehr KP-Chef

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Havanna (dpa) - Der kubanische Revolutionsführer Fidel Castro ist anscheinend schon vor vier Jahren vom Amt des Ersten Sekretärs der Kommunistischen Partei Kubas zurückgetreten.

Bei einem Treffen mit kubanischen Studenten sagte der 84-Jährige, er spreche nicht als Parteichef zu ihnen. Castro hatte sich im Sommer 2006 wegen einer schweren Krankheit aus der Politik zurückgezogen und seine Staatsämter an seinen jüngeren Bruder Raúl übergeben.

Das Amt des Parteichefs hatte Fidel aber offiziell nie abgegeben. Es lagen dazu auch keinerlei Beschlüsse der Partei vor. Deshalb galt stets, dass Fidel weiterhin Führer der alleinregierenden Partei geblieben sei. Auf die Fragen der Studenten nach der Parteiführung sagte Fidel nach Angaben der Regierungs-Internetsite cubadebate.cu, er nehme nicht als Erster Sekretär an dem Treffen teil: «Ich bin krank geworden und habe getan, was ich tun musste: Ich delegierte meine Ämter. Wenn ich mich nicht die ganze Zeit für eine Sache einsetzen kann, dann kann ich sie auch nicht übernehmen.»

Regierung / Parteien / Kuba
18.11.2010 · 23:02 Uhr
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