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Feuerwehr an Silvester im Dauereinsatz

Ein Feuer hat in der Silvesternacht in der Aachener Innenstadt im Inneren der Nikolauskirche den Hochaltar beschädigt. Ausgelöst wurde der Brand möglicherweise durch eine Silvesterrakete, die ein Fenster durchschlagen hatte. Verletzt wurde niemand.Großansicht

Berlin (dpa) - Die Feuerwehr ist in der Silvesternacht in Deutschland im Dauereinsatz gewesen. Mehrere Menschen starben bei Wohnungsbränden. Allein in Hamburg hatte die Feuerwehr binnen zwölf Stunden 1102 Einsätze, davon 864 Rettungsdiensteinsätze.

Auch in Berlin und Frankfurt hielt der Jahreswechsel die Feuerwehr auf Trab.

Vier Menschen kamen bei Bränden in Bayern ums Leben. Eine 51- Jährige starb in der Nacht zum Samstag in ihrer Wohnung in Bad Reichenhall. Laut Polizeiangaben waren zuvor auf dem Balkon Wunderkerzen angezündet worden. Im oberfränkischen Eckersdorf kam ein Mensch bei einem Feuer in einem Einfamilienhaus ums Leben. Eine 87 Jahre alte Frau starb in Nürnberg bei einem Brand in ihrem Wohnzimmer; in Großostheim (Bayern) kostete ein Schwelbrand einer Frau das Leben - in beiden Fällen war die Ursache noch unklar.

Ein Mann und ein Kind wurden am Samstag tot in einer Wohnung in Freising (Bayern) gefunden. Wie die Polizei mitteilte, starben sie an einer Kohlenmonoxidvergiftung, nachdem ein Holzkohlegrill in der Wohnung angezündet worden war. Drei Menschen wurden schwer verletzt. «Es sieht aus wie ein tragischer Unfall», sagte ein Polizeisprecher.

In Frankfurt gab es in den ersten beiden Stunden nach Mitternacht 51 Brände. In Berlin musste die Feuerwehr häufiger ausrücken als im vergangenen Jahr. In der Zeit von 19.00 Uhr bis 06.00 Uhr gab es 1568 Mal Alarm, davon 281 wegen zumeist kleinerer Brände. Einen größeren Einsatz hatte die Feuerwehr in Berlin-Lichtenberg. Dort brannte es am Silvesterabend im 15. Stock eines Hochhauses. Mehrere Bewohner hätten sich auf Balkonen oder an Fenstern bemerkbar gemacht. Sie konnten alle in Sicherheit gebracht werden. Das Feuer war nach ersten Erkenntnissen nach dem Zünden von Silvesterknallern ausgebrochen.

Bei einem Dachstuhlbrand in der Kieler Innenstadt stürzten mehrere Decken ein, drei Menschen wurden verletzt. Wie es zu dem Brand kam, war zunächst unklar. Die Flammen zerstörten das Haus, 18 Bewohner verloren am Silvesterabend ihre Bleibe. Etwa 500 Einsätze gab es für die Feuerwehr in Hannover; meistens ging es um Verletzte oder Betrunkene. Zudem mussten Balkonbrände gelöscht werden.

In einem Aachener Mehrfamilienhaus kam bei einem Wohnungsbrand am frühen Samstagmorgen ein Mann ums Leben. Die Brandursache ist noch unklar. In der Aachener Innenstadt wütete ein Feuer im Inneren einer Kirche. Der Hochaltar sei «total beschädigt» worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Möglicherweise löste den Brand eine Silvesterrakete aus, die ein Fenster durchschlagen hatte.

Sieben Menschen, darunter zwei Kleinkinder, wurden in der Silvesternacht bei einem Feuer in einem Hochhaus in St. Augustin (Nordrhein-Westfalen) verletzt. Ein Knallkörper hatte ein Sofa auf dem Balkon einer leerstehenden Wohnung in Brand gesetzt.

Pech für die Feuerwehr in Penting (Bayern): Am Samstagmorgen brannte ihr Feuerwehrhaus aus. Wie das Polizeipräsidium in der Oberpfalz mitteilte, brach das Feuer im oberen Geschoss des Hauses aus, wo ein Schulungsraum und eine Küche untergebracht sind. Bis in die frühen Morgenstunden hatte dort eine Silvesterfeier stattgefunden. Der Schaden wird auf etwa 100 000 Euro geschätzt. Die Ursache für das Feuer war zunächst unklar.

Jahreswechsel / Brände
01.01.2011 · 19:11 Uhr
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