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FDP: Westen muss in Afghanistan standhaft sein

Berlin (dts) - Die sicherheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Elke Hoff, hat den Westen aufgefordert, trotz der jüngsten Anschläge in Afghanistan standhaft zu bleiben. "Dass die Lage sich in den Sommermonaten zuspitzt, war klar und ergibt sich auch aus der Erfahrung der vergangenen Jahre", sagte sie dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe). "Die Taliban müssen jetzt versuchen, durch wesentlich spektakulärere Auftritte von ihrer eigenen operativen Schwäche abzulenken. Denn im offenen Feld stellen sie sich keiner Auseinandersetzung mehr. Sie fokussieren sich stattdessen auf die Moral in den Isaf-Mitgliedstaaten, um diese durch entsprechende Debatten zu erschüttern."

Hoff mahnte: "Entscheidend ist, dass wir Politiker, die die Soldaten in den Einsatz schicken, ihnen nicht die Unterstützung entziehen. Wir müssen uns da klar bekennen." Der SPD-Verteidigungsexperte Hans-Peter Bartels äußerte sich ähnlich. "Wir wussten, dass Afghanistan jetzt in einer entscheidenden Phase ist", erklärte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger". "Die Taliban versuchen, die Übergabe von Verantwortung an die afghanischen Behörden mit allen Mitteln zu torpedieren. Davon darf man sich nicht beirren lassen. Die afghanischen Behörden und die Nato müssen zusammenstehen." Die Antwort der Taliban auf das Vorgehen der Nato sei "reiner Terror", so Bartels - Terror gegen die afghanischen Behörden, gegen die afghanische Bevölkerung und gegen die Nato. Dem dürfe man sich nicht beugen.
DEU / Afghanistan / Parteien / Militär
31.05.2011 · 01:00 Uhr
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