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FDP-Vize Pinkwart zieht sich aus Politik zurück

Andreas PinkwartGroßansicht

Düsseldorf (dpa) - Überraschung bei der FDP: NRW-Landeschef und Bundesvize Andreas Pinkwart zieht sich von allen politischen Ämtern zurück und geht wieder in die Wissenschaft. Das gab der 50-jährige Wirtschaftswissenschaftler am Donnerstag in Düsseldorf bekannt.

Bis zum Machtwechsel in Düsseldorf in diesem Sommer war Pinkwart Vizeregierungschef von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) und Forschungsminister in dessen schwarz-gelbem Kabinett. FDP-Chef Guido Westerwelle bedauerte den Rückzug seines Stellvertreters.   

Pinkwart begründete seinen Ausstieg mit neuen beruflichen Perspektiven. Zum 1. April wird er Rektor der Handelshochschule in Leipzig. «Eine Anfrage, die man nicht ablehnen kann», sagte der FDP-Politiker. Von 1994 bis 1997 hatte er an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Düsseldorf gelehrt und war 1998 als Professor an die Universität Siegen berufen worden.

Ende März will Pinkwart seinen Sitz im Landtag aufgeben. Beim FDP-Bundesparteitag im Mai will er nicht mehr für das Amt des Vizevorsitzenden kandidieren, das er seit 2003 innehat. Über einen Termin für die Wahl seines Nachfolgers als FDP-Chef in NRW will Pinkwart nächste Woche mit dem Landesvorstand beraten. «Einem Termin noch dieses Jahr wäre ich nicht abgeneigt», sagte er.

«Ich bedaure seine Entscheidung, respektiere sie und kann zugleich verstehen, dass er sich dieser spannenden neuen Aufgabe in der Wissenschaft widmen will», teilte Westerwelle in Berlin mit. Die Partei freue sich nun aber «auf viele weitere Impulse zur Wissenschaft und Bildung, jetzt aus einer anderen Aufgabe heraus». Ähnlich äußerte sich Landtagsfraktionschef Gerhard Papke. Pinkwart werde für die FDP «ein wichtiger Impulsgeber bleiben», teilte er mit.

Unterdessen starten in Düsseldorf Spekulationen, wer in Pinkwarts Fußstapfen treten könnte. Er selbst werde keinen Nachfolger vorschlagen, sagte Pinkwart. Als mögliche Nachfolger werden Fraktionschef Papke oder der aus NRW stammende Generalsekretär der Bundespartei, Christian Lindner, gehandelt.

Pinkwart hatte die Führung des größten Landesverbands Ende 2002 von Jürgen Möllemann übernommen. Sein Vorgänger hatte die Partei in einen Spendenskandal geführt und sich mit populistischen Äußerungen in den Verdacht antijüdischer Propaganda gebracht. Er distanzierte sich von Möllemanns Eskapaden, trieb die Aufklärung der Spendenaffäre voran und führte die FDP 2005 nach 25 Jahren in der Opposition wieder in die Regierung.

Mit Pinkwarts Abschied werde «der Reformerflügel der FDP deutlich geschwächt», bedauerten die NRW-Grünen in einer Mitteilung. «Mit ihm verlässt ein Brückenbauer das sinkende Schiff FDP.» Es sei zu befürchten, dass die Landtagsfraktion nun Fundamentalopposition betreiben werde. Michael Groschek, Generalsekretär der SPD in NRW, meinte, «Pinkwart gehörte zu den wenigen Vernünftigen in der FDP, die bereit waren, zum Wohl des Landes auch mal über ihren ideologischen Schatten zu springen». Der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion Karl-Josef Laumann nannte Pinkwart einen verlässlichen Partner. «Wir verstehen seinen Rückzug aus der Politik und respektieren ihn.»

Parteien / FDP
21.10.2010 · 17:43 Uhr
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