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FDP und Grüne: Weiter Verdacht auf Terroristen als V-Leute

Berlin (dpa) - Auch nach Akteneinsicht und der Aussage von Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm sehen FDP und Grüne den Verdacht nicht ausgeräumt, dass Nazi-Terroristen als V-Leute geführt wurden.

Angaben zu einer Frau, die angeworben werden sollte, passten auf NSU-Mitglied Beate Zschäpe, sagte FDP-Obmann im NSU-Untersuchungsausschuss, Hartfrid Wolff.

Grünen-Obmann Wolfgang Wieland sagte, es sei noch rätselhafter als zuvor, warum die drei Terroristen niemals angeworben worden sein sollen. Die Vertreter von Union und SPD wiesen dies als Spekulationen zurück.

Grund für den Verdacht sind Lücken in einer Computerdatei zu den V-Leute-Aktionen und das Schreddern der maßgeblichen Akten. Die Datei sei 1999 eingerichtet worden, sagte Fromm vor dem Ausschuss. Nicht alles, was vor 1999 war, sei in die Werbungsdatei genommen worden. Zuvor war das Trio abgetaucht. «Die Papierakten geben die Realität wieder», sagte Fromm. Dies gelte aber nur, soweit sie nicht vernichtet worden seien, schränkte er ein.

Wieland sagte: «Man kann nicht alles rekonstruieren, was alles gelöscht wurde.» Fromm müsse sich auf Mitarbeiter verlassen, von denen er sich selbst hintergangen fühle.

Extremismus / Kriminalität / Verfassungsschutz
05.07.2012 · 17:55 Uhr
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