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FDP rutscht in Umfrage unter 5 Prozent

Guido WesterwelleGroßansicht
Berlin (dpa) - Die Talfahrt der FDP in der Wählergunst hält an und lässt sie in einer neuen Umfrage sogar an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Kurz vor der Wahl des Bundespräsidenten sackten die Liberalen im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 4 Prozent ab.

Das ergab der am Dienstag veröffentlichte Forsa-Wahltrend von «Stern» und RTL. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, müsste die FDP damit um den Einzug ins Parlament fürchten. Die schwarz-gelbe Koalition liegt bei 36 Prozent und damit 20 Punkte hinter den Oppositionsparteien SPD, Grüne und Linke.

Zuletzt hatten die Liberalen Ende 2002 in der Spendenaffäre um den FDP-Politiker Jürgen Möllemann in Umfragen so schlecht abgeschnitten. Bei der Bundestagswahl vor neun Monaten hatte sie noch ein Rekordergebnis von 14,6 Prozent erzielt.

Die Union legte im Vergleich zur Vorwoche um 2 Punkte auf 32 Prozent zu. Die SPD hält sich bei ihrem bisherigen Jahreshoch von 27 Prozent. Auch die Grünen erfreuen sich weiterhin großen Zuspruchs, sie erzielten in der vierten Woche in Folge 18 Prozent. Die Linke verschlechterte sich um einen Punkt auf 11 Prozent.

Forsa-Chef Manfred Güllner erläuterte, die FDP sei lange eine willkommene Alternative für unzufriedene Unions-Wähler gewesen. «Doch in der Regierung hat sie sich für ihre Wähler als Partei ohne klare Inhalte und zugkräftiges Personal entpuppt und steht nun entzaubert, fast nackt da», sagte Güllner dem «Stern». Den Grünen gelinge es immer mehr, die Stimmen der abgewanderten früheren SPD-Anhänger zu sammeln.

Parteien / Umfragen
29.06.2010 · 15:59 Uhr
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