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FDP kritisiert Schäubles Forderung eines Europäischen Währungsfonds

Berlin (dts) - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat infolge seiner Forderung nach einem Europäischen Währungsfonds Kritik aus der FDP erhalten. Die Liberalen rügten, dass Schäuble sich zuvor gegen eine deutsche Finanzhilfe für Griechenland ausgesprochen hatte. Bei der Einrichtung eines Währungsfonds würden dann nicht nur indirekt Steuergelder aus Deutschland genutzt werden, um Griechenland in der Finanzkrise zu unterstützen, er könnte zudem eine Gefährdung der Stabilität des Euro nach sich ziehen. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle sagte unterdessen, dass der Fonds auf die Absicherung von Stabilitätsrisiken in der Europäischen Währungsunion begrenzt werden solle. Die Finanzierung des Fonds solle für die Mitgliedsstaaten über eine Quote erfolgen, gemessen an deren Wirtschaftskraft und den wirtschaftlichen Verflechtungen mit dem Ausland. Es wäre denkbar, dass der Europäische Währungsfonds im Notfall Schulden von Ländern aufkaufen könnte. Dies wäre jedoch nur unter Auferlegen strenger Bedingungen möglich. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei einem Treffen mit Luxemburgs Premierminister Jean-Claude Juncker zudem betont, dass der Fonds nicht für die Lösung der Griechenlandkrise gedacht sei. Langfristig wäre eine solche Institution jedoch wichtig, um in die Krise geratene Euro-Länder zu stabilisieren.
DEU / Parteien / Finanzindustrie
10.03.2010 · 14:02 Uhr
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