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FDP-Experte wirft Künast Parolen vor

Berlin (dpa) - Die FDP-Bundestagsfraktion hat die Regierung gegen Kritik am EHEC-Krisenmanagement in Schutz genommen - zugleich aber Lehren aus der Krise in Aussicht gestellt.

Der gesundheitspolitische Fraktionssprecher Heinz Lanfermann warf insbesondere der Grünen-Fraktionschefin Renate Künast Parolen «unter Stammtischniveau» vor, wie er der Nachrichtenagentur dpa in Berlin sagte. Künast hatte der Regierung miserables Agieren gegen EHEC vorgehalten.

«Frau Künast wirkt wie jemand, der neben dem Heuhaufen steht, in dem andere etwas suchen, und dann kluge Sprüche von sich gibt», sagte Lanfermann. Er verwies auf die Schwierigkeiten bei der Suche nach dem EHEC-Erreger. Nun sei eine Rückkehr zur Sachdiskussion nötig.

Er habe bislang noch keine konkrete Vorwürfe gegen das Krisenmanagement gehört, bei denen nachvollziehbar gewesen wäre, dass tatsächlich etwas falsch gelaufen sei. Gerade die Ex-Verbraucherministerin Künast mache durch «unerträgliche Besserwisserei» auf sich aufmerksam.

Lanfermann sprach sich dafür aus, nach der aktuellen Krise genau zu prüfen, wo etwas verbessert werden könne - etwa an den Strukturen in den Behörden. «Wenn die Welle vorbei und Zeit dafür ist, müssen wir die einzelnen Schritte genau zurückverfolgen und dann auch Schlüsse daraus ziehen», sagte Lanfermann. So guckten jetzt viele auf die Bundesminister, tatsächlich seien aber zum Beispiel für die Lebensmittelüberwachung die Länder zuständig.

Doch sei es richtig von der Bundesregierung, jetzt ruhig und besonnen zu reagieren. «Jetzt ist nicht die Zeit der klugen Sprüche.»

Gesundheit / Infektionen
08.06.2011 · 09:34 Uhr
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