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FDP-Dissidenten bleiben bei Entscheidung für Gauck

Berlin (dpa) - Die drei FDP-Dissidenten aus Sachsen wollen bei der Bundesversammlung über alle Wahlgänge hinweg für Joachim Gauck stimmen.

«Unsere Wahl ist keine taktische Überlegung. Ich will, dass Gauck Bundespräsident wird», sagte der sächsische FDP-Chef Holger Zastrow der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch vor der Abstimmung in Berlin. «Wir haben alle unsere politischen Wurzeln in der friedlichen Revolution. Das prägt ganz besonders», begründete er die Entscheidung für den von SPD und Grünen nominierten Gauck. Diese Ansicht werde auch von den beiden anderen sächsischen FDP-Wahlleuten geteilt.

FDP-Chef Guido Westerwelle geht dennoch davon aus, dass der Koalitionskandidat Christian Wulff (CDU) eine «überragende Mehrheit» der Wahlleute seiner Partei in der Bundesversammlung erhält. Es gebe nur drei bis vier Mitglieder, die sich wahrscheinlich für Gauck entscheiden werden, hatte Westerwelle am Dienstagabend in Berlin gesagt.

Bundespräsident / Wahlen
30.06.2010 · 11:35 Uhr
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