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Facebook-Investor erwartet "kulturelle Transformation"

Frankfurt/Main (dts) - Peter Thiel, erster externer Geldgeber von Facebook und Anteilseigner des sozialen Netzwerks, glaubt nicht an eine neue Finanzblase bei Internetunternehmen. "Es gibt keine Blase, nicht bei Facebook, nicht bei LinkedIn und bei keinem der anderen bekannten Unternehmen", so Thiel gegenüber dem Nachrichten-Magazin "Der Spiegel". Thiel glaubt, dass stattdessen sogar noch mehr investiert werden müsse: "Wir müssen mehr in Technologie investieren, weit mehr Ressourcen aufbringen, das Gaspedal tiefer durchtreten, wenn wir in diesem Jahrhundert vorankommen wollen."

Die Angst vor einer neuen Blase sei vor allem psychologisch zu begründen: "Wir haben immer noch einen enormen Kater von den neunziger Jahren." Thiel sieht nicht "den Wahnsinn von früher" wiederkehren, sondern im Gegenteil eine "kulturelle Transformation". Bis zur Finanzkrise sei die Wall Street das ökonomische Rückgrat der USA und damit der Welt gewesen, "dort, wo man als junger, talentierter Mensch hingeht, um etwas aus sich zu machen". Doch damit sei es nun vorbei: "Es gibt das Verständnis, dass der Finanzwahnsinn nicht unsere Zukunft sein kann", dass "die Prioritäten neu gesetzt wurden". Das Silicon Valley sei nun an der Spitze gelandet, als einziger Ort "der noch Wachstum und Fortschritt verspricht".
DEU / Internet / Gesellschaft
31.07.2011 · 11:30 Uhr
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