News
 

Extra: Zoobewohner mit Schniefnasen

Erkältete Orang-Utans in MünsterGroßansicht

Münster (dpa) - Niesende Orang-Utans, schlappe Schildkröten: Nach dem Wintereinbruch plagen sich viele Zoobewohner mit Erkältungen herum. Angesteckt werden die Tiere zum Beispiel von menschlichen Besuchern, erklärte Zoo-Arzt Carsten Ludwig vom Allwetterzoo Münster.

Vor allem Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans fangen schnell an zu schniefen und zu husten. Aus ihrer Heimat kennen die Menschenaffen die hierzulande typischen Erreger nicht. «Außerdem sind sie uns genetisch sehr ähnlich», sagte Ludwig.

Wenn die Erkältung sie gepackt hat, ziehen sich die Tiere zurück, stützen ihre schmerzenden Köpfe und fressen weniger. «Zur Therapie bekommen sie Kopfschmerzmittel und Schleimlöser, genau wie wir Menschen», erläuterte Ludwig. Auch das Inhalieren mit Kochsalz haben die Tiere schon gelernt. Ist es draußen gar zu ungemütlich, bleiben die Menschenaffen im warmen Innengehege.

Erhöhte Schnupfengefahr herrscht zur kalten Jahreszeit auch bei den Wasserschildkröten. Beim Planschen könnten sie sich eine Lungenentzündung holen, die sehr schwierig zu behandeln sei, sagte Ludwig. Damit den Löwen nicht die Nase läuft, impft der Tierarzt sie. Denn wenn sich die Raubtiere bei streunenden Katzen anstecken, können sie ernsthaft krank werden.

Wetter / Tiere / Buntes
02.12.2010 · 22:31 Uhr
[0 Kommentare]

Die aktuellen Schlagzeilen

 
 

 

Weitere Themen