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Extra: Wie kam der Amokschütze aus seiner Basis?

Kabul (dpa) - Die Ermordung von 16 Zivilisten durch einen US-Soldaten in Südafghanistan wirft zahlreiche Fragen auf - nicht zuletzt jene, wie der Amokschütze mitten in der Nacht seine Militärbasis verlassen konnte. Die Stützpunkte sind von Mauern und Stacheldraht umgeben und werden von bewaffneten Posten bewacht. Sie sind extrem gut gesichert. Das gilt erst recht in einem Unruhedistrikt wie Pandschwai.

Es ist fast unmöglich, unbemerkt in einen Stützpunkt einzudringen. Auch ein unbemerktes Verlassen mag für jemanden mit Kenntnis der Sicherheitsvorkehrungen zwar nicht gänzlich ausgeschlossen sein. Einfach ist es aber nicht.

Soldaten in Afghanistan ist es aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt, ihre Stützpunkte ohne Auftrag zu verlassen. Ebenso dürfen sie sich außerhalb der Lagermauern nicht alleine bewegen. Dass der Täter sich ordnungsgemäß abmeldete, ist daher extrem unwahrscheinlich.

Die US-Zeitung «New York Times» berichtete, der Feldwebel sei mehr als eine Meile (1,6 Kilometer) weit zu den Tatorten gelaufen. Ein nächtlicher Fußmarsch eines US-Soldaten alleine durch eine Taliban-Hochburg ist ebenfalls äußerst ungewöhnlich.

Die Zeitung zitierte Dorfbewohner, die sagten, es habe sich entgegen der Darstellung der Militärs nicht um einen Einzeltäter, sondern um mehrere Angreifer gehandelt. Eine Bestätigung dafür gibt es aber nicht.

Konflikte / Afghanistan / USA
13.03.2012 · 20:15 Uhr
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