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Extra: «Umkehren war unmöglich»

Duisburg (dpa) ­ Über drei Stunden haben Sergej Benkogenov (19) und Vitaly Dippel (21) aus Hamm vom Bahnhof bis zum Loveparade- Gelände auf dem alten Güterbahnhof benötigt.

«Irgendwann hat es sich gestaut, ein Nadelöhr», sagte Sergey. «Am liebsten wären wir wieder nach Hause gefahren, aber das ging ja nicht: Umkehren war unmöglich», beschrieb er die Situation. Mal haben die Kumpels aus Hamm zehn Minuten auf der Stelle gestanden, dann sei immer wieder von hinten geschubst und gedrängt worden, berichten sie. «Keiner wusste, wo die Loveparade beginnt. Die Schlange war endlos», sagte Sergey.

Ein Gruppe Duisburger Freunde ist über den Presseeingang auf das Gelände gekommen. Einige Raver hätten das Gelände von hinten gestürmt und den Zaun niedergerissen. Das war kurz nach 17 Uhr. «Wir sind einfach hinter der Masse her auf das Gelände», sagte eine 27-jährige Duisburgerin. «Ich kenne den Tunnel, da wollte ich nicht durch!»

Vitaly stört die Unglücksmeldung nicht weiter: Er tanzte und wippte mit zu den pumpenden Beats der DJs, die unentwegt weiter ihre Platten auflegten. «Die Stimmung ist trotzdem verdammt geil», sagte der junge Mann aus Hamm.

Musik / Freizeit / Notfälle
24.07.2010 · 23:00 Uhr
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