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Extra: Pilot wollte Präsidentenfamilie nicht fliegen

Dubai (dpa) - Die Flucht der tunesischen Präsidentenfamilie am Freitag war nicht ohne Hindernisse.

Mohammed Bin Kilani, ein Pilot der staatlichen Fluggesellschaft Tunis Air, sagte dem Nachrichtensender Al-Arabija am Samstag, er habe sich geweigert, mit seiner Maschine auf Angehörige von Präsident Zine el Abidine Ben Ali zu warten, die sich nach Frankreich hätten absetzen wollen. An Bord des Flugzeuges nach Lyon seien 103 Passagiere gewesen. Sein Copilot habe die Entscheidung, nicht auf die angekündigten «wichtigen Passagiere» zu warten, mitgetragen.

«Ich bin kein Held, ich habe nur meine nationale Pflicht getan», betonte Bin Kilani. Er habe keinen Menschen zur Flucht verhelfen wollen, die Verbrechen gegen das tunesische Volk begangen hätten.

Ben Ali floh schließlich nach Saudi-Arabien. Arabische TV-Sender meldeten, einige Angehörige seiner Entourage hätten mit Autos die Flucht in Richtung Libyen ergriffen.

Konflikte / Soziales / Tunesien
15.01.2011 · 22:21 Uhr
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