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Extra: Keine ungeteilte Freude am AKW-Standort

Grohnde (dpa) - Die Verlängerung der Atom-Laufzeiten wird an betroffenen Standorten wie Grohnde in Südniedersachsen durchaus kritisch beurteilt.

«Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust. Einerseits sehe ich natürlich durchaus die Vorteile, gerade was Arbeitsplätze angeht. Auf der anderen Seite sind aber die Risiken: Keiner weiß, was für Probleme entstehen, wenn ein Meiler älter wird», sagte Bürgermeister Andreas Grossmann (SPD) der Nachrichtenagentur dpa.

Der Bürgermeister kritisiert auch, dass die Atommüllmenge im Zwischenlager direkt am Kraftwerk durch die längeren Laufzeiten weiter wachsen werde. «Da wird zusätzlicher Müll produziert, der hier vor Ort bleibt. Und noch ist keine Entscheidung gefallen, wie lange der Müll hierbleibt und wo es ein Endlager geben wird», sagte Grossmann.

Das Atomkraftwerk Grohnde wäre nach bisheriger Planung 2018 vom Netz genommen worden - nun soll es bis 2032 laufen dürfen. Nach Angaben des Bürgermeister hängen rund 500 Arbeitsplätze an dem Meiler. Grossmann betonte: «Wenn es schon zu Laufzeitverlängerungen kommt, dann müssen die Standortkommunen davon bevorzugt profitieren, wenn die Konzerne zu Sonderabgaben bewegt werden.» Schließlich sei ein Atomkraftwerk für eine Kommune auch ein Standortnachteil, beispielsweise für den Tourismus.

Energie / Atom
07.09.2010 · 22:50 Uhr
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