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Extra: «Ixtoc 1» - Ölkatastrophe im Golf von Mexiko

Berlin (dpa) - Bereits vor mehr als 30 Jahren hat sich im Golf von Mexiko eine verheerende Ölkatastrophe ereignet. Am 3. Juni 1979 kommt es auf der Bohrinsel «Ixtoc 1» des mexikanischen Konzerns Pemex beim Auswechseln des Bohrgestänges zu einer Explosion.

Die Bohrinsel rund 80 Kilometer vor der Küste des mexikanischen Bundesstaates Campeche gerät in Brand.

Monate lang scheitern alle Versuche, das Leck zu schließen oder das Öl abzuschöpfen. Auch eine Entlastungsbohrung im Oktober - vier Monate nach der Explosion - kann den Ölfluss nicht komplett stoppen, sondern nur verringern. Der Ölteppich breitet sich auf 300 Kilometern Länge aus und erreicht auch die Küste des US-Bundesstaates Texas.

Das Öl sprudelt ins Meer, bis Experten am 23. März 1980 das Loch mit Spezialbeton verschließen und die Quelle wieder kontrollieren können. Nach Schätzungen sollen bis dahin täglich bis zu fünf Millionen Liter der schwarzen Masse das Meer verseucht haben. Der Wissenschaftler Arne Jernelöv geht unter Berufung auf Pemex-Angaben davon aus, dass damals insgesamt fast eine halbe Million Tonnen in den Golf gesprudelt sind.

Umwelt / USA
16.07.2010 · 23:03 Uhr
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