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Extra: Greenpeace als Bier-Botschafter

Greenpeace benutzte Bier-LasterGroßansicht

Gorleben (dpa) - Bisher war die Hütt-Privatbrauerei aus Baunatal über Nordhessen hinaus nur wenigen Menschen bekannt.

Doch nachdem Aktivisten der Umweltorganisation Greenpeace die Polizei beim Castor-Transport im Wendland mit einem Lastwagen austrickste, auf dem der Schriftzug «Hütt Luxus Pils - so herzerfrischend anders» prangte, wird der Brauerei größere Aufmerksamkeit zuteil.

Sehr wohl ist Brauerei-Inhaber Frank Bettenhäuser allerdings nicht bei dieser eher unfreiwilligen Werbeaktion: «Wir sind heute morgen vom Hocker gefallen», sagte er angesichts der Bilder des Lastwagens in den Medien.

Knapp zwölf Stunden brauchte die Polizei, um zwei Aktivisten, die sich in der Nähe des Verladebahnhofs Dannenberg mit dem Lastwagen im Boden verkeilt hatten, wieder herauszulösen. Damit bei einer Polizeikontrolle die ganze Aktion nicht auffliegen konnte, waren in den Lkw Dutzende Kisten mit Leergut gestellt worden.

Der respektvolle Kommentar einer Polizistin: «Das war der Oberknaller, echt 'ne geile Aktion.» Gegen die Aktivisten wird nun wegen versuchter Nötigung ermittelt. Greenpeace selbst feierte die Aktion - sie reihe sich «fantastisch ein in die ganzen Aktionen beim Castor-Protest».

Den Lastwagen hatte die Brauerei im vergangenen März verkauft. «Seitdem wussten wir nicht, wo er steckt», sagte Bettenhäuser der Nachrichtenagentur dpa. Er zieht seine Lehre aus der Aktion: «Wir haben die Transporter früher mit dem Slogan verkauft, das werden wir künftig sicherlich nicht mehr machen.»

Atom / Transporte / Gorleben
09.11.2010 · 22:24 Uhr
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