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Extra: Castor-Gegner bestens vernetzt und informiert

Gorleben (dpa) - An Schlaf ist während des Castor-Transports kaum zu denken. Und wenn, dann lassen SMS-Nachrichten seiner Gegner das Handy ständig vibrieren.

Die Kampagne «X-tausendmal quer» teilt etwa um 3.19 Uhr am Dienstagmorgen mit: «X-tausendmal quer blockiert Castor-Transportstrecke zum Zwischenlager seit über 40 Stunden mit jetzt 4000 Menschen - gewaltfrei und entschlossen».

Um 3.07 Uhr heißt es: «Trecker-Blockade in Grippel aufgelöst: Polizeinachschub am Zwischenlager. Beton-Pyramide in Gorleben geräumt. Polizei verzweifelt an Greenpeace Bier-LKW.» Wenn bei Blockaden in der kalten Nacht nicht mehr genug Journalisten dabei sind, wird der Nachricht auch schon mal gern der Zusatz «Presse dringend erwünscht» beigefügt. So fühlen sich die Castor-Gegner besser vor möglichen Konflikten mit der Polizei geschützt.

Wenn angesichts der Masse von Demonstranten und Polizisten, die zahlenmäßig den 51 000 Einwohnern des Landkreises Lüchow-Dannenberg ebenbürtig sind, das Handynetz mal wieder zusammenbricht, hilft die ebenfalls starke Kommunikation via Twitter. Mit den Mitteln moderner Kommunikation gelingt es oft blitzschnell, Blockaden zu verstärken.

Im Internet informiert auch ein Castor-Ticker über jede noch so kleine Entwicklung. Etwa, dass die Polizei am Dienstagmorgen noch mal nachmaß, ob die Tieflader mit den Castor-Behälter nicht doch an dem querstehenden Greenpeace-LKW vorbeipassen. Oft sind sogar die Demonstranten besser informiert als die Polizei. «Wir gucken auch in den Castor-Ticker, wenn wir etwas wissen wollen», sagt ein junger Polizist aus Nordrhein-Westfalen.

Atom / Transporte / Gorleben
09.11.2010 · 13:17 Uhr
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