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Extra: Affäre löst Verschwörungstheorien aus

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Paris (dpa) - Ist IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn (Abkürzung: DSK) womöglich Opfer einer Hetzkampagne? Im Internet kursieren bereits Verschwörungstheorien um den Fall des eines Sexualverbrechens beschuldigten Franzosen.

Selbst eine französische Ministerin räumte ein, dass Franzosen leicht einen Komplott vermuten. «Ich bin von einer internationalen Verschwörung überzeugt», sagte die sozialistische Politikerin Michèle Sabban. «Dies ist eine neue Form eines politischen Attentats.» Ex-Ministerin Christine Boutin sprach von einer «Falle», die Strauss-Kahn gestellt worden sei - «entweder vom IWF, von den französischen Rechten oder den französischen Linken», mutmaßte sie. Einer von Strauss-Kahns Anwälten sprach von einer möglichen «Provokation».

Die Information, dass ausgerechnet ein junger Anhänger der französischen Regierungspartei UMP die Nachricht als erster über Twitter verbreitet hatte, nährte die Komplott-Theorien. Die Affäre wurde zudem sehr früh von dem früheren Wahlkampfchef von Präsident Nicolas Sarkozy, Arnaud Dassier, aufgegriffen.

Manche Kommentatoren weisen auf Ungereimtheiten in dem bislang bekannten Ablauf der Ereignisse hin: Was hatte DSK in New York zu tun? Warum übernachtet er in einem teuren Hotel, obwohl ihm eine Wohnung in Manhattan zur Verfügung steht? Warum kommt ein Zimmermädchen in sein Zimmer, obwohl er noch nicht abgereist ist? Warum weiß die US-Presse so schnell so viele Details, noch bevor es eine Anklage gibt? Die Zeitung «Le Parisien» merkt an, dass die Zimmernummer der Luxus-Suite - 2806 - dem Datum der parteiinternen Vorwahlen für die Präsidentschaftskandidatur entspricht.

Kriminalität / Finanzen / USA / Frankreich
16.05.2011 · 20:46 Uhr
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