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Experten suchen nach Ursache für Notlandung

Notlandung am Stuttgarter FlughafenGroßansicht
Stuttgart (dpa) - Die Ursache für die Notlandung einer Maschine des Typs Fokker 100 auf dem Stuttgarter Flughafen beschäftigt die Experten weiter.

Spezialisten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung aus Braunschweig fahnden nach den Gründen für die Fahrwerkstörungen, die zu dem Unfall des Flugzeugs mit SPD-Chef Franz Müntefering an Bord geführt hatte. Müntefering und 72 weitere Passagiere sowie fünf Besatzungsmitglieder, die auf Rutschen die Maschine verlassen mussten, waren weitgehend glimpflich davon gekommen. Nur ein Passagier wurde leicht verletzt. Mehrere Fluggäste erlitten einen Schock.

Nach Angaben der Stuttgarter Fluggesellschaft Contact Air ließ sich das Hauptfahrwerk der Maschine nur teilweise ausfahren. Daraufhin wurde Großalarm ausgelöst. Bei der Landung um 10.49 Uhr kam es zum Funkenflug, die Feuerwehr schäumte deshalb die Landebahn ein. «Es war eine ernste, sehr ernste Situation», hatte Müntefering berichtet. «Wir sind lange gekreist, haben den Anflug versucht und mussten dann notlanden.»   

Fast acht Stunden nach dem Unfall war am Abend die Sperrung der Start- und Landesbahn wieder aufgehoben worden. Das Stuttgarter Regierungspräsidium hatte das Nachtflugverbot gelockert, damit Verspätungen abgebaut werden konnten. Rund 90 Flüge waren ausgefallen. Für Dienstag werden keine Auswirkungen erwartet.

Das 13 Jahre alte zweistrahlige Düsenflugzeug war auf dem Weg von Berlin-Tegel nach Stuttgart. Dort wollte der SPD-Chef an einer Wahlkampfkundgebung teilnehmen - zu der er trotz des Zwischenfalls ohne Pause fuhr. Die Landung sei «sanfter als auf Rädern» gewesen. Flugangst habe er jetzt nicht, versicherte der SPD- Politiker. Er werde am Abend wieder in einem Flugzeug zum nächsten Wahlkampfauftritt sitzen.

Vergleichbare Probleme mit dem Flugzeugtyp Fokker 100 seien ihm nicht bekannt, sagte der Geschäftsführer von Contact Air, Manfred Gärtner. Die Fluggesellschaft habe noch sieben weitere Maschinen des Typs in Betrieb. Zuletzt sei die Unglücksmaschine am 5. August dieses Jahres überprüft worden.   

Unfälle / Luftverkehr
15.09.2009 · 07:43 Uhr
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