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Experten: Iran-Resolution scheitert an China

Der UN-Sicherheitsrat bei einer Dringlichkeitssitzung. (Archivfoto)Großansicht
New York (dpa) - Eine von den USA gewünschte neue UN-Resolution gegen den Iran wegen des umstrittenen iranischen Atomprogramms wird nach Ansicht von Experten an China scheitern. Peking sehe nicht die Gefahr, dass das Land kurzfristig Atomwaffen herstellen könne.

Das schrieb die renommierte Denkfabrik International Crisis Group am Mittwoch. «Zudem hat China ein starkes Interesse an guten Beziehungen zum Iran», schreiben die Analytiker. Beide Länder sind wichtige Handelspartner. Die Chinesen haben besonderes Interesse an den Energieressourcen des Landes im Mittleren Osten. Deshalb werde es auch keine Sanktionen gegen den Iran geben.

«Peking sieht den iranischen Einfluss im Mittleren Osten und Zentralasien als hilfreich für seine eigenen politischen, wirtschaftlichen und strategischen Ziele», schreiben die Experten der Crisis Group weiter. «Beide Länder teilen zudem wichtige historische und politische Interessen, verstärkt durch einen gemeinsamen Argwohn gegen den Westen.» Zudem hätten beide Länder schon Erfahrung mit Sanktionen, die von den USA initiiert worden waren. Allerdings werde Peking vorsichtig sein: Die wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA seien weit größer als die zum Iran.

UN / Sicherheitsrat / Iran
18.02.2010 · 10:14 Uhr
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