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Experten fordern Bündelung der EU-Finanzhilfen für Drittländer

Brüssel (dts) - Eine Expertengruppe unter Führung des ehemaligen IWF-Chef Michel Camdessus hat heute in Brüssel einen Bericht vorgelegt, der die Forderung nach einer Bündelung aller EU-Finanzhilfen für Drittstaaten in einer Entwicklungsbank vorsieht. "Die europäische Entwicklungshilfe muss schlagkräftiger und sichtbarer werden", sagte Camdessus gegenüber dem "Handelsblatt". "Dieses Ziel können wir erreichen, indem wir alle externen Finanzhilfen in einer Entwicklungsbank zusammenführen", so der Experte weiter. Bisher werden die Hilfen von vielen verschiedenen Stellen vergeben, was der Effizienz nicht förderlich sei. Zunächst müsse die Europäische Investitionsbank (EIB) und die EU-Kommission Finanzhilfen in einer "Europäischen Agentur für Auslandsfinanzierung" zusammenlegen, aus der dann später die Entwicklungsbank hervorgehen könne. Zwar könne man mit dieser Forderung auf "erhebliche bürokratische Widerstände" stoßen, der politische Wille zu einer Reform der Entwicklungshilfe sei jedoch erkennbar.
EU / Weltpolitik
23.02.2010 · 20:14 Uhr
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