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Experte: Nordkoreas Technologie nicht unterschätzen

Berlin (dpa) - Nach dem gescheiterten Raketenstart Nordkoreas hat ein Experte davor gewarnt, die Technologie des Landes zu unterschätzen. «Ich würde das jetzt nicht für die gesamte technische Qualität Nordkoreas nehmen», sagte der Büroleiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in Seoul, Norbert Eschborn.

Machthaber Kim Jong Un lasse sich den technologischen Fortschritt einiges kosten. «In Südkorea gibt es Berechnungen, dass die Kosten des Starts gleichzusetzen sind mit den Aufwendungen für die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung für ein ganzes Jahr.»

Das sozialistische Land hatte am Freitag eine mehrstufige Rakete abgeschossen. Die USA und andere Länder sahen in dem Start den verdeckten Test einer Interkontinentalrakete, die einen atomaren Sprengkopf tragen könnte. Bereits wenige Minuten nach dem Start stürzte sie jedoch ins Gelbe Meer.

«In Südkorea hat man das durchaus mit Schadenfreude aufgenommen», sagte Eschborn. Er «traue der nordkoreanischen Technologie im Atombereich und im Raketenbereich mehr zu».

Konflikte / Nordkorea
13.04.2012 · 22:34 Uhr
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