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Experte: Freitag droht große Verseuchung in Japan

Paris (dpa) - Spätestens am Freitag droht im japanischen Atomkraftwerk Fukushima Eins nach Einschätzung französischeer Atomexperten eine nukleare Verseuchung größeren Ausmaßes.

Die Stunden bis dahin sind nach Darstellung der Fachleute entscheidend für die Kühlung der abgebrannten Brennelemente im Reaktor 4. Gelinge es nicht, das Abklingbecken bis dahin wieder aufzufüllen, werde eine «sehr bedeutende» Verseuchung die Folge sein, erklärte der Direktor für Anlagensicherheit beim Institut für Strahlenschutz und Nuklearsicherheit (IRSN), Thierry Charles, am Mittwoch in Paris nach Angaben der Agentur AFP.

«In den nächsten 48 Stunden entscheidet es sich», sagte Charles vor Journalisten. Bis dort alle gebrauchten, aber noch stark radioaktiven Brennelemente vollständig aus dem Wasser ragen, dürften ein Tag oder zwei vergehen. Danach würde der radioaktive Ausstoß auftreten, erläuterte er weiter. «Das birgt aus zwei Gründen ein hohes Risiko: Dieser Ausstoß wird sehr bedeutend sein, und vor allem wird dieses Becken - das praktisch offen daliegt - anschließend den Zutritt zu diesem Gelände verbieten», sagte der IRSN-Experte.

Erdbeben / Atom / Japan / Frankreich
17.03.2011 · 00:21 Uhr
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