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Experte: Ausbruch einer verlorenen Generation

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London (dpa) - Die gewalttätigen Auseinandersetzungen in London sind nach Meinung des britischen Sozialexperten Gavin Poole «der Ausbruch einer verlorenen Generation».

Bei den Randalierern handele es sich um eine «bankrotte Abteilung der britischen Gesellschaft», sagte der Leiter des Zentrums für Soziale Gerechtigkeit am Dienstag in London. «Das ist das Werk von Leuten, die in Chaos, Hoffnungslosigkeit und Armut leben.»

Viele der Kinder und Teenager, die sich an der Randale beteiligen, gehörten einer «verlorenen Generation» an. Ihr Leben sei ein Leben auf Kosten des Staates in heruntergekommenen Ghettos. Kriminelle Straßengangs gehörten dort zum Alltag. Viele der Krawallmacher hätten niemals ein stabiles Elternhaus erlebt. «So falsch wie es ist: Sie projizieren die Anarchie in die Öffentlichkeit, die sie zu Hause umgibt.»

Poole sagte: «Die Leute in diesen Gegenden sind von der Gesellschaft gleich mehrfach abgeschrieben worden.» Und der Wissenschaftler fügte hinzu: «Wir müssen erst noch begreifen, dass dieses Chaos einen bankrotten Teil unserer Gesellschaft offenbart - vollkommen bar jeglicher Werte und Verantwortlichkeiten, die wir von Mitbürgern erwarten würden.»

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Stellungnahme Poole
Gesellschaft / Gewalt / Großbritannien
09.08.2011 · 19:19 Uhr
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